Hauskauf international: Eine Branche im Umbruch

Der Immobilienmarkt in Europa war bislang fest in heimischer Hand – das änderte sich in den letzten Jahren massiv. Schon seit Längerem sind asiatische Schwellenländer, allen voran China, durch massive Investitionen in die internationale Wirtschaft aufgefallen. Nun begeben sich die Neureichen aus Fernost auch auf die Suche nach einer standesgemäßen Immobilie im Ausland.


Wirtschaftsflucht mit umgedrehten Vorzeichen

Es ist vor allem die Unsicherheit im eigenen Land, die die Menschen in Ausland treibt. Diesmal geht es jedoch nicht um Scharen von Flüchtlingen, die der Armut entfliehen wollen, sondern um gut betuchte Unternehmer. Mangelhafte Standards, eine rasant zunehmende Umweltverschmutzung, Lebensmittelskandale, ein schlechtes Bildungssystem und politische Unsicherheit lassen sie ins Ausland strömen. Eine Studie der Akademie für Sozialwissenschaften kommt zu erschreckenden Zahlen. Rund ein Drittel der Personen, die ein Vermögen von mehr als 1,2 Millionen Euro besitzen, haben das Land bereits verlassen. Die Hälfte der Daheimgebliebenen will ebenfalls im Ausland ein Haus kaufen. Besonders prekär: Darunter befinden sich auch viele korrupte Beamte, die sich vor der heimischen Justiz in Sicherheit bringen wollen.

Zunehmendes Interesse an Europa

War das bevorzugte Ziel bislang die USA, ziehen die reichen Flüchtlinge jetzt vermehrt nach Europa, besonders nach Deutschland. Schuld daran ist unter anderem die Eurokrise, die die Preise für Immobilien nach unten gedrückt hat. Angesichts des Niveaus in Peking staunen die Besucher aus dem Reich der Mitte über die vermeintlichen Schnäppchen, die es hierzulande zu kaufen gibt. Wirtschaftszeitungen rücken deshalb Europa verstärkt in ihren Fokus und preisen es als einen Ort für sichere Investitionen, Makler registrieren einen sprunghaften Anstieg der Interessenten. Die chinesische Regierung sieht die Entwicklung nur äußerst ungern – neben dem Kapitalabfluss geht dem Land auch Fachwissen verloren, denn es sind gerade die gut Ausgebildeten, die das Land verlassen.

Der Trend bringt Unruhe in den Markt

Langfristig könnte der Trend auch fatale Auswirkungen auf die Inlandsnachfrage haben. Bisher sind es bevorzugt Luxusimmobilien, auf die sich der internationale Markt konzentriert. Gerade in Spanien  sind diese im Laufe der Krise auf ein äußerst niedriges Level gesunken. Das könnte sich jedoch ändern, wenn den sehr Reichen eine wohlhabende Schicht folgt, die ebenfalls auf die Suche nach günstigen Gelegenheiten geht. Über spanische Immobilien können Sie sich zum Beispiel hier unter www.dostcoimmobilien.de informieren.

IMG: envfx – Fotolia

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