VW Golf unterwegs - Volkswagen auf großer ReiseSeit der Fusion von VW und Suzuki im Jahr 2009 liebäugelt der deutsche Autokonzern mit einer Expansion in die asiatischen Länder. Besonders China und Indien haben es dem Wolfsburger Riesen angetan. Nun ist diese Partnerschaft aufgekündigt – VW hat jedoch noch ein As im Ärmel: Der Budget-Car, ein speziell für asiatische Länder entwickeltes Low-Price Modell, soll helfen, den Fuß in die asiatische Tür zu bekommen.

Partner vor Ort sind wichtig

Um einem ausländischen Konzern die Möglichkeit einer Expansion zu geben, sind Partner vor Ort von Nöten. Obwohl Suzuki verglichen mit VW nur ein sehr kleiner Autokonzern ist, besitzt er jedoch in Indien die absolute Mehrheit, jeder zweite Neuwagen ist dort ein Suzuki, VW hat nur einen Anteil von 4% an diesem Markt. Aus diesem Grund schien eine Fusion für beide Teile sinnvoll. Der Japaner konnte von der besseren deutschen Technik profitieren und der Deutsche sich an die Marktführung auf dem indischen Kontinent einklinken. Da diese Partnerschaft nun gescheiter ist, plant Volkswagen ein Budget Car, das sich mit einem Preisvorteil von etwa 20% besonders in Ländern wie China und Indien eine Nische auf dem heiß umkämpften Markt sichern soll.

Budget Car-eine schmalere Version des UP


Im Frühling wird der neue VW namens UP auf den Markt kommen, trotz des geringen Preises von etwa 10.000 Euro ein Auto, das auch technisch auf dem derzeit aktuellsten Stand sein wird. Mit dem Budget Car soll nun eine verschlankte Version des UP die asiatischen Märkte erobern. So will VW auch ohne Kooperationspartner vor Ort den Schritt nach Fernost wagen. Das Budget Car, das noch keinen offiziellen Namen hat, wird also auch für andere Märkte in Fernost interessant sein, etwa China oder Malaysia, eventuell könnte man sich auch einen Export nach Neuseeland vorstellen, wo der Mitsubishipartner Proton eine führende Stellung innehat. Trotz der Trennung von Suzuki hat VW nach wie vor einen Anteil von 20 % an der japanischen Autofirma, diese besitzt im Gegenzug 1,5% Anteile an VW. Daran soll sich trotz Trennung erst einmal nichts ändern.

Der Wolfsburger Autokonzern plant mit einer verschlankten Version des neuen VW- UP einen Einstieg in die fernöstlichen Märkte. Auch wenn die Kooperation mit dem japanischen Hersteller Suzuki gescheitert ist, will VW an einer Expansion nach China und Indien festhalten.

Grafik: Ross Duns – Fotolia

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