Verschiedene Jeans - Baumwollproduzenten der WeltDer ein oder andere Blick in die Kataloge von Versandhäusern überrascht: Viele Kleidungsstücke kosten nur wenig Geld. Da stellt sich die Frage, wie solch günstige Preise zustande kommen können. Meist liegt dies an den Produktionsbedingungen.

Hier kommt Baumwolle her

Die Südstaaten in den USA dürften die historisch bekanntesten Standorte für die Baumwollproduktion sein. Sie ist eng mit der Sklavenvergangenheit des Landes verknüpft und wurden in vielen Filmen und Büchern thematisiert. Doch die USA steht auf der Liste der größten Erzeugerländer nur auf dem dritten Rang: Angeführt wird das Ranking von China und Indien. Ein Großteil der europäischen Kleidungsstücke entstammt aus diesen Regionen. Kleinere Mengen werden zudem in mehreren afrikanischen und arabischen Ländern angebaut.

Die bedeutendsten Herkunftsländer deutscher Kleidung

Aus China und Indien importiert Deutschland aber nicht alleine Baumwolle als Material, sondern zugleich die bereits fertig genähten Kleidungsstücke. Der Vorteil dieser Länder besteht in einem umfassenden Kostenvorteil: Sowohl die Baumwolle als auch die Arbeitskräfte sind günstig, nur deshalb können sich Unternehmen solche Schnäppchenpreise leisten. Allerdings gibt es für alle beteiligten Bauern und Arbeitnehmer eine negative Seite. Von der Baumwollproduktion können Menschen kaum leben, in einigen Fabriken werden sogar Kinder zu Hungerlöhnen eingesetzt. Aus diesem Grund überdenken immer mehr Menschen ihr Einkaufverhalten und bevorzugen Fair-Trade-Produkte. Bei diesen ist gewährleistet, dass Bauern angemessene Preise erhalten und in Textilfabriken soziale Standards eingehalten werden. Wer sich für solche Kleidung entscheidet, setzt sich damit konkret für die Verbesserung von Lebensbedingungen ein.

Günstige Importe bestimmen Kleidungsmarkt

Einen Großteil der in Europa verkauften Kleidungsstücke importieren Unternehmen aus dem Ausland. Baumwolle stammt vor allem aus China und Indien – dort werden die Produkte komplett hergestellt. Die günstigen Preise sind die Folge niedriger Kosten für Baumwolle und die Beschäftigten in den Fabriken. Diesen negativen Konsequenzen können Sie begegnen, indem Sie sich für Fair-Trade-Produkte entscheiden.

Quelle des Fotos: T.Allendorf – Fotolia

Ähnliche Artikel: