Das Traditionsunternehmen Breuninger: Fokus auf das gehobene Marktsegment

Der Artikel portraitiert das Traditionsunternehmen Breuninger. Das 1881 in Stuttgart gegründete Unternehmen Breuninger betreibt heute mehrere Warenhäuser in Deutschland, die ein gehobenes Warensegment überwiegend im Textilbereich anbieten. Das Stammhaus befindet sich am Stuttgarter Marktplatz und ist mit über 35.000 m² Verkaufsfläche eines der größten deutschen Warenhäuser. Die Firma Breuninger beschäftigt derzeit etwa 5.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 510 Millionen Euro.

Geschichte und Unternehmensentwicklung

Eduard Breuninger eröffnete am 1. März 1881 sein erstes Geschäft in der Münzstraße in Stuttgart und sorgte für Aufsehen, indem er den Verkauf gleich mit einem Ausverkauf begann. 1908 eröffnete Breuninger ein zweites Geschäftshaus in der Sporerstraße, das 1916 – mitten im Ersten Weltkrieg – bis zum Marktplatz erweitert wurde. Trotz der Weltwirtschaftskrise wurde ab 1929 in der Marktstraße ein drittes Geschäftshaus gebaut und 1931 eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Geschäftshäuser der Firma Breuninger durch Luftangriffe zerstört, 1947 begann dann der allmähliche Wiederaufbau der Kaufhäuser. Seit den 1960er Jahren werden bei Breuninger neben Textilien auch andere Waren für den gehoben Anspruch angeboten. Der rückläufigen Anzahl auswärtiger Kunden versuchte man in den 1970er Jahren durch die Errichtung von Einkaufszentren im Umland zu begegnen. Das Stuttgarter Stammhaus wird seit 2006 als Flagship-Store bezeichnet – hier werden überwiegend Luxusmarken für den gehobenen Anspruch angeboten. Diese Luxusmarken kann man auch im Internet erwerben, z.B. bei Breuninger.com, denn seit 2008 bietet Breuninger seine Luxus- und Trendartikel auch in einem Onlineshop an.

Innovationen und Kundenservice

Schon 1896 ließ Breuninger eine Waren- und Preisliste zusammen mit einem Stadtplan an die Haushalte in der Stadt verteilen und erreichte so einen hohen Aufmerksamkeitsgrad. Inspiriert von einem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten und den dortigen Kaufhäusern führte Heinz Breuninger in den 1950er Jahren zahlreiche Neuerungen ein: So wurde Breuninger als erstes deutsches Kaufhaus mit Rolltreppen und Fahrstühlen ausgerüstet und führte als erstes Einzelhandelsunternehmen in Europa eine Kundenkarte für den bargeldlosen Zahlungsverkehr ein. Auch mit der Einrichtung eines Kindergartens, eines Parkhauses sowie hervorragender Restaurants im Kaufhausbereich sorgte Breuninger bereits damals dafür, dass der Einkauf zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde. Das Stammhaus bietet heute einen kostenlosen Shuttle Service an, mit dem sich Kunden aus dem Großraum Stuttgart zum Einkauf abholen und mit den vollen Einkaufstüten wieder nach Hause bringen lassen können.

Tradition und Fortschritt

Das Traditionsunternehmen Breuninger hat in seiner langen Geschichte frühzeitig Trends erkannt und fortschrittliche Neuerungen eingeführt. Breuninger kann daher als Pionier bei der Entwicklung deutscher Kaufhäuser und Einkaufszentren angesehen werden. Auch in Sachen Kundengewinnung und Kundenbindung hat Breuninger neue Maßstäbe für den Einzelhandel in Deutschland gesetzt.


Inhaber der Grafik: Per Thomson – Fotolia Similar Posts:

 

About the author

More posts by